Pfingsten 2019 - Nur noch kurz die Welt retten

Einladung zum Pfingstlager

von Freitag, 07. Juni - Montag, 10. Juni

Der Lagerablauf
Bilder vom Lager
Der Zeitungsartikel


 Der Lagerablauf

Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder!

Im Jahr 2019 sieht unsere Welt so aus: Das Klima erwärmt sich, die Polkappen schmelzen, es kommt zu vielen Überflutungen. Die Menschen produzieren immer mehr Müll, Plastikinseln formen sich auf den Ozeanen, Tiere ersticken an Plastikteilen. Wir erzeugen mehr Treibhausgase als je zuvor, die Erderwärmung nimmt weiter zu, die Luft in vielen Städten wird immer schlechter. Und, und, und.

Das alles kann und sollte uns viele Sorgen bereiten. Nicht umsonst gehen Kinder und Jugendliche seit einigen Monaten freitags auf die Straßen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.

Möchtest du auch etwas für den Klimaschutz tun?

Prima! Dann komm doch mit in unser Pfingstlager, um deine Ausbildung im Welt-Retten zu beginnen! Das Klima zu schützen macht nämlich gemeinsam am meisten Spaß?

Was erwartet dich im Pfingstlager?

Um gleich etwas Gutes für das Klima zu tun, haben wir zwei Herausforderungen für dich:

  1. Bring keine in Plastik verpackten Süßigkeiten mit ins Lager.
  2. Sprich mit den anderen Leuten im Stamm und bildet Fahrgemeinschaften, damit möglichst wenige Autos zum Zeltlager fahren müssen

Nimmst du die Herausforderung(en) an?
Das freut uns! Sei an Pfingsten dabei, wenn wir gemeinsam einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt zu retten.

Gut Pfad wünscht dir
deine Leiterrunde

 Bilder vom Lager

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 Der Zeitungsartikel, erschienen im April 2021

Im Pfingstlager "kurz die Welt gerettet"
Umweltpreis des Bistums: Pfadfinder auf Platz 7: Müllvermeidung und zahlreiche Upcycling-Projekte

Es hat keiner Greta Thunberg, keinem Naturschutzverband und keiner Politik bedurft: Pfadfinder waren schon immer engagierte Streiter für die Umwelt und die Schöpfung. Das gehört quasi zum Selbstverständnis, und das gilt auch und gerade für den DPSG-Stamm Betzdorf. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben nun auch ganz offiziell eine Bestätigung für ihre Arbeit erhalten. Beim Umweltpreis 2020 des Bistums Trier - der Pandemie bedingt mit Verspätung vergeben wurde - belegten sie mit einem Projekt den 7. Platz. Dafür gab es neben viel Lob auch 400 Euro.

Die Betzdorfer Pfadfinder hatten sich mit ihrem Pfingstlager aus dem Jahr 2019 beworben. Das stand unter dem Motto "Nur mal kurz die Welt retten". Das ganzheitliche Konzept erstreckte sich vom regionalen Einkauf der Küche über dem zum Thema passenden Gottesdienst bis hin zum Programm, das spielerisch Wissen und Praxis vereinte. Auch die Müllvermeidung wurde noch einmel durch zahlreiche Upcycling-Projekte thematisiert. So konnten die Teilnehmer hübsche Aufbewahrungsdosen aus alten Dosen sowie Perlenarmbänder und Stiftebehälter aus alten Zeitungen basteln. Alte Gläser wurden mit Makramee-Knüpftechnik zu neuen Hinguckern. Weiterhin wurden aus alten Gläsern Insektenhotels gebastelt, die nun in Gärten bedrohten Wildbienen einen Brutplatz bieten.

Die Preisverleihung fand am vergangenen Freitag in Form einer Video-Konferenz statt, an der neben Klimaschutzmanagerin Charlotte Dürrwächter auch Bischof Stepahn Ackermann teilnahm. Über insgesamt 13 Projekte musste die Jury befinden. Kitas, Schulen waren dabei in der "Überzahl". In kurzen Video-Sequenzen konnten die Teilnehmer ihre Arbeit noch einmal vorstellen.

Die Notwendigkeit zum Handeln sei jedem bewusst, doch die Umsetzung sei oft schwierig, dagte Bischo Stephan. "Wir sehen die Erde an, als wäre sie ein Materiallager. Wir beuten die Erde aus." Als Christ habe man einen besonderen Auftrag, "gut und sorgsam mit der Schöpfung umzugehen". Auch das Bistum selbst versuche mit gutem Beispiel voranzugehen, indem etwa der CO2-Ausstoß in den Einrichtungen gesenkt werde. Der Umweltpreis soll aber auch eines ganz deutlich machen: "Die entscheidende Wurzel ist die Liebe zum Leben. Und was man liebt, das zerstört man nicht."

Lagergottesdienst
Die Betzdorfer Pfadfinder des DPSG-Bezirks Sieg reden nicht nur über Umweltschutz, sie handeln auch entsprechend. Beim Pfingstlager 2019 wurde ein Beitrag dazu geleistet, die "Welt mal kurz zu retten".
Foto: DPSG Betzdorf

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Für den Umweltpreis standen insgesamt 7.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung. Sieben Projekte waren letztlich ausgesucht worden, und wenn auch nicht ganz vorne dabei, so konnten die live zugeschalteten Pfadfinder trotzdem jubeln.

Der 1. Preis ging an die Kita "Heilige Familie" in St. Wendel. Im Frühjahr 2020 wurde für das Außengelände der Kindertagesstätte ein Hühnerstall gebaut und Zwerghunhkücken ausgebrütet. Zudem wurde ein Natur- und Sinnesgarten angelegt. In naher Zukunft sollen sich dort Wildbienen ansiedeln, indem Schmetterlingssträucher und allgemeine Insektennutzpflanzen gepflanzt werden.

Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) verleiht den Umweltpreis seit 1996. Damit möchte man das Engagement des Bistums für Umweltfragen fördern und sichtbar machen. Der Veränderungswille für neue, umweltgerechtere Wege soll angeregt werden. Viele junge Menschen beschäftigen sich mit Umweltfragen und engagiereten sich für den Klimaschutz. Das Bistum Trier möchte ermutigen, dieses Engagement fortzusetzen und zu verstärken.